imuto Powerbank Taurus Test

Die neu eingetroffene Taurus X6L Pro stellt mit einer Ladung von 30.000 mAh einen wahren Koloss in der Powerbank-Landschaft dar. Egal ob Tablet, Smartphone, oder sogar Macbook, dieser Stromspeicher versorgt sie alle. Er überzeugt aber nicht nur mit einem gewaltigen Fassungsvermögen, sondern lässt auch bei den eingebauten Funktionen keine Wünsche offen. Mit 2 USB-A Ausgängen (einer davon QC 3.0 – fähig), einem bidirektionalen USB-C Port und dem ebenfalls QC 3.0 – fähigen Micro-USB Input ist für maximale Flexibilität und Ladegeschwindigkeit gesorgt.

Bewertung der iMuto Powerbank
  • Kapazität
  • Qualität
  • Funktionalität
  • Benutzerfreundlichkeit
  • Preis
4.6

Kurzfassung

Mit der Taurus X6L Pro bietet iMuto eine Powerbank, die in Erinnerung bleibt. Mehrere Funktionen, von denen andere Akkupacks nur träumen können, sind inkludiert. Das schlägt sich jedoch auch im Preis nieder.

iMuto Taurus kaufen

Hohe Kapazität bedeutet leider auch immer viel Gewicht, gepaart mit größeren Abmessungen. Die Taurus X6L Pro wirkt zwar auf den ersten Blick sehr unhandlich, dieser Eindruck wird aber beim Größenvergleich mit anderen Akkupacks relativiert. Trotz der Größe ist die Optik des Gerätes ist Überzeugend und das Gehäuse ist sehr stabil. Die digitale Anzeige des Ladestandes in Prozent ist ein weiteres Feature, welches die Taurus X6L Pro von Anderen abhebt.

iMuto legt augenscheinlich Wert auf die Optik von Akkupacks.

iMuto legt augenscheinlich Wert auf die Optik von Akkupacks.

Betrachtet man die Herstellerangaben, so sollte diese Powerbank das Rundum-sorglos-Paket zu einem vernünftigen Preis von rund 50 €  darstellen. Wir wollen es wie immer ganz genau wissen und haben für euch geprüft, ob das Gerät auch wirklich hält was versprochen wird. Soviel gleich vorweg: Dieses Akkupack hat einiges auf Lager.

Das Produkt wird mit einem Micro-USB Kabel, einem Täschchen, der Bedienungsanleitung und einer 12-monatigen Garantie ausgeliefert. Ein USB-C Kabel ist nicht enthalten.Die reisefreudigen unter euch sollten beachtet, dass Akkus in Flugzeugen meist nur bis 100 Wh erlaubt sind und dieser Grenzwert überschritten wird. Nähere Infos dazu findet ihr in unserem Ratgeber zu Powerbank im Flugzeug.

Die Taurus X6L Pro schafft es im Test leider nicht den Kapazitätsangaben des Herstellers gerecht zu werden. Nur 98,5 von 111 Wh konnten dem Energiespeicher entnommen werden. Dies ist zwar ein beachtlicher Wert, welcher aber unsere Erwartungen nicht ganz erfüllt. Obwohl das Produkt hinsichtlich Performance eher enttäuscht, kann es in Sachen Funktionalität, Benutzerfreundlichkeit und Optik auf voller Linie punkten. Vor allem die Ausstattung mit 2 USB-A-Ports und die QC 3.0 Lade- sowie Entladefähigkeit sind ein riesen Plus. Wem das Gerät zu sperrig ist, muss wohl oder übel zu einer Powerbank in einer niedrigeren Kapazitätsklasse greifen.

Technische Daten der iMuto Taurus Powerbank

Herstellerangaben:
Ladung 30.000 mAh
Kapazität 111 Wh
Abmessungen 170 x 87 x 30 mm
Gewicht 680 g
Sonstiges Lithium-Polymer, Quick Charge 3.0
Anschlüsse
Input:
Anschluss 1 Micro-USB (QC 3.0)
Spannung Input 5-6 | 6-9 | 9-12 V
Maximalstrom Input 3 | 2 | 1,5 A
Anschluss 2 USB Typ C
Spannung Input 5 V
Maximalstrom Input 3 A
Output:
Anschluss 3 USB-A (QC 3.0)
Spannung Output 5-6.5 / 6.5-9 / 9-12 V
Maximalstrom Output 3 / 2 / 1,5 A
Anschlus 2 USB Typ C
Spannung Output 5 V
Maximalstrom Output 3 A
Anschluss 4 USB-A (iM-Power)
Spannung Output 5 V
Maximalstrom Output 2,4 A

Die Ladung von 30.000 mAh entspricht bei einer Zellspannung von 3,7 V einer Kapazität von 111 Wh. Mit der hohen Kapazität geht auch eine steigende Baugröße überein. Im Vergleich zur Ansmann 20.8 steigt das Volumen um das 1,5-Fache. Es kann im Allgemeinen gesagt werden, dass die Größe einer Powerbank proportional zur Kapazität steigt. Das Gewicht steigt ebenfalls ungefähr um den gleichen Faktor an.

Die Anschlüsse der iMuto Taurus Powerbank.

Die Anschlüsse der iMuto Taurus Powerbank.

Die Taurus X6L Pro besitzt insgesamt 4 Anschlüsse, wobei der USB-C Port bidirektional genutzt werden kann. Dieser Anschluss ist bei Input sowie Output mit einer Spannung von 5 V und einem Strom von 3 A begrenzt.

Das wohl beste Feature dieser Powerbank ist die Möglichkeit der Schnellladung. Mit QC 3.0 kann die Powerbank in einem Bruchteil der normalen Ladezeit wiederaufgeladen werden. Obwohl sich die Schelladefähigkeit bei Smartphone-Nutzern bereits seit längerem größter Beliebtheit erfreut, lassen Akkupacks dieses Feature oft vermissen. Dabei ist bekannt, dass die Ladedauer bei Standard-Ladung oft einen halben Tag oder länger dauert.iMuto setzt diesem Problem mit dem hier vorgestellten Stromspeicher ein Ende. Der Quick Charge 3.0 fähige Micro-USB Eingang, welcher sich seitlich am Gerät befindet verträgt problemlos Spannungen von 5 bis 12 V und Ströme von bis zu 3 A bei der niedrigsten Spannungsstufe.

Neben dem bereits erwähnten USB-C Anschluss, verfügt das Gerät über 2 USB-A Ausgänge. Einer davon ist mit der von iMuto entwickelten iM-Power-Technologie ausgestattet. Laut den Angaben des Herstellers soll damit eine schnellere Ladung der Endgeräte möglich sein. Der zweite USB-A Anschluss ist QC 3.0 – fähig und damit können bestimmte Smartphones, Tablets usw. schneller geladen werden.

iMuto Powerbank Details

Messwerte

Auch dieser Kraftprotz wurde auf unserem Prüfstand dem ultimativen Performance-Check unterzogen. Dabei wurden das Ladeverhalten sowie die maximale Kapazität ermittelt. Im folgenden Diagramm ist das Ergebnis des Ladevorgangs dargestellt. Auffällig ist die Reduzierung des Stromes (rote Linie) am Ende des Ladevorgangs, welche sehr gleichmäßig und ohne größere Schwankungen erfolgt. Dies deutet auf eine ausgereifte Ladetechnik hin, wodurch die Lebensdauer eines Akkus wesentlich verlängert werden kann.

Lademessung der iMuto Taurus Powerbank

Lademessung der iMuto Taurus Powerbank

Bei der Messung des Entladevorgangs wird sichtbar, dass die Powerbank die Spannung sowie den Strom kontinuierlich bereitstellt und damit alle Anforderungen erfüllt.

Bei den Messungen zur Entladung machte das Akkupack eine gute Figur.

Bei den Messungen zur Entladung machte das Akkupack eine gute Figur.

 

Folgende Tabelle fasst die wichtigsten Messergebnisse aus dem iMuto Powerbank Test zusammen.

Ergebnisse:
Entladung (3,33 Ohm):
Entladedauer 14,4 h
Entladespannung 4,96-4,84 V
Entladestrom 1390,2-1356 mA
Entladeleistung 6,89-6,57 W
Gemessene Kapazität 98,48 Wh
Ladung (0 – 100 %):
Ladedauer 17,25 h
Ladespannung 4,92 – 5,21 V
Ladestrom 1796 – 196 mA
Ladeleistung 8,90 – 1,02 W
Ladeenergie 138,51 Wh
Kennwerte:
Kapazität 88,72 %
Effizienz: 71,10 %

Auswertung der iMuto Powerbank

Leider konnte die iMuto Taurus X6L Pro die Kapazität von 111 Wh bei unserem Test nicht locker machen. Die Kapazität betrug bei unserer Messung lediglich 98,48 Wh. Das sind 88,72 % der angegebenen Kapazität. Verglichen mit anderen, von uns getesteten Powerbanks ist dieser Wert recht niedrig. Dies kann zweierlei Gründe haben. Entweder iMuto hat bei den Angaben geschwindelt, oder aber der Tiefentladeschutz greift bereits bei einer größeren Restkapazität. Im zweiten Fall würde sich das positiv auf die Lebensdauer des Akkus auswirken.

Betrachtet man die Ladedauer, so lässt sich leicht erahnen warum die QC 3.0-Fähigkeit bei Speichern dieser Größenordnung fast unverzichtbar ist. Wer hat schon Zeit seine Powerbank 17 Stunden lang zu laden!? Durch Quick Charge kann die Ladedauer wesentlich verringert werden. Eine Analyse der Ladedauer mit QC 3.0 folgt in den nächsten Wochen.

Wichtig ist uns bei einer Powerbank auch immer die Effizienz. Im Falle dieses Modells liegt diese bei 71,10 %. Für eine vollständige Ladung bedeutet das: ca. 140 Wh fließen hinein und rund 100 Wh können wieder entnommen werden. Der Rest geht in Verlustwärme auf. Auch in Sachen Effizienz lässt diese Powerbank also zu wünschen übrig.

Die Kapazität der iMuto Taurus X6L ist beeindruckend, dennoch kann sie den Herstellerangaben nicht gerecht werden.

Benutzerfreundlichkeit & Optik der iMuto Taurus Powerbank

Auf den ersten Blick erscheint die Taurus X6L Pro sehr schwerfällig, zugleich aber auch mächtig. Im Größenvergleich mit der Trust Urban Primo oder der Ansmann 20.8 (welche mit 20.000 mAh nur 2/3 der Kapazität aufweisen) relativiert sich aberder plumpe erste Eindruck. Vergleicht man Abmessungen und Gewicht, so steigen diese linear mit der Kapazität. Obwohl die Taurus ca. das 1,5-fache Volumen ihrer kleineren Mitstreiter besitzt, erscheint der visuelle Unterschied deutlich geringer.

Ein optischer Vergleich zwischen der Ansmann 20.8 und der iMuto Taurus XL6 Pro.

Ein optischer Vergleich zwischen der Ansmann 20.8 und der iMuto Taurus XL6 Pro.

Das Gehäuse ist nicht nur sehr stabil, sondern überzeugt auch mit einer gewissen Eleganz. Dafür ist nicht zuletzt der breite goldfarbene Rahmen verantwortlich. Die Kunststoffoberfläche weist eine leichte Rauigkeit auf, wodurch sich eine schöne matte Farbe sowie eine sanfte Haptik ergibt.

Hinter dem einzigen glatten Teil des Gehäuses versteckt sich eine digitale Ladestandanzeige, welche bei aktiver Powerbank in einem lila Farbton zum Vorschein kommt. Diese Anzeige in Prozent macht bei Akkupacks dieser Kapazitätsklasse wirklich Sinn, da die klassische 4-LED-Lösung einfach eine zu wenig detaillierte Auskunft über die Restkapazität gibt. Würde bei einer Powerbank mit 30.000 mAh Ladung nur noch eine der vier LEDs blinken, so weiß man nicht ob man sein Smartphone noch 3-mal, oder aber nur noch ½-mal laden kann.

Nicht jede Powerbak bietet ein Display.

Nicht jede Powerbak bietet ein digitales Display.

Zu erwähnen ist ebenfalls die gelungene Beschriftung der Anschlüsse auf der Rückseite sowie teilweise direkt bei den Ports. Nicht jeder Hersteller legt darauf Wert, es bildet unserer Meinung nach aber doch einen wesentlichen Punkt in Sachen Benutzerfreundlichkeit.

Über dem allen steht jedoch die perfekte Ausstattung mit Anschlüssen. Zur Ladung der Endgeräte stehen 2 USB-A-Ports zur Verfügung. Einer davon ist QC 3.0-fähig, der Andere liefert einen Strom von bis zu 2,4 Ampere. Außerdem steht noch USB-C zur Verfügung, welches bis zu 3 Ampere In- bzw. Output zulässt. Damit müssen sich auch Besitzer eines Smartphones mit USB-C keine Sorgen um ein Micro-USB Kabel machen.

Wie bei den meisten Powerbanks gibt es ein Knöpfchen zur Abfrage des aktuellen Ladestandes. Ansonsten aktiviert sich die Taurus X6L Pro automatisch bei Anschluss an ein Endgerät oder Ladegerät.

Alles in allem ist das Design dieser Powerbank sehr gelungen und lässt hinsichtlich der Benutzerfreundlichkeit keine Wünsche offen. Einzig die Größe könnte für den einen oder anderen Nutzer ein Hindernis darstellen. Viel kleiner geht’s aber bei dieser Kapazität nicht.

Taurus X6L Pro auf Amazon

Zubehör

Das Zubehörset der Taurus XL6 Pro.

Das Zubehörset der Taurus X6L Pro.

iMuto liefert die Powerbank mitsamt einem hochwertigen Micro-USB Kabel, einem Täschchen, sowie der Anleitung. Die Garantiezeit beträgt lediglich 1 Jahr ab Kaufdatum. Das Zubehör kann sich also ebenfalls sehen lassen und lässt auch in diesem Punkt die Konkurrenz zu Großteil hinter sich.

Über die Marke iMuto

Das Unternehmen, welches hinter der Marke iMuto steht heißt TianBaoTon Technology und wurde im Jahr 2007 gegründet. Die internationale Firma fokussiert sich auf Consumer Electronics und beschäftigt derzeit 500 Mitarbeiter. Die zweite Marke der Firma nennt sich Photoolex und bietet Fotografiezubehör an. Die beiden Firmensitze befinden sich nahe Los Angeles, USA, sowie in Tokyo. Nähere Details zur Herstellung, und Qualitätskontrolle stehen auf der Firmenwebsite nicht zur Verfügung.

iMuto bietet Stromspeicher verschiedenster Größen, sowie Kabel, USB-Hubs und Solar Charger an. Es wird versucht diese Produkte durch Umgehen der Mittelmänner möglichst qualitativund günstig herzustellen und zu vertreiben. Daher findet der Verkauf fast ausschließlich online statt.

Der 24-Stunden-Support beschränkt sich auf eine E-Mail-Adresse und findet in englischer Sprache statt.Obwohl die angegebene Kapazität der Powerbank beim Test nicht erreicht wurde, hat die Firma in allen anderen Kategorien gezeigt, dass sie am Powerbank-Markt angekommen ist und großes Potential hat.

 

 

One Response

  1. KeltischerAbstammung 3. Januar 2019 Reply

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