Ansmann Powerbank Test – 20.8 Type C

Wir haben mal wieder eine Powerbank für euch getestet. Diesmal kam ein Produkt der deutschen Firma Ansmann auf den Prüfstand. Die „Powerbank 20.8 Type C – QC 3.0“ ist mit einer angegebenen Ladung von 20.000 mAh ein relativ großes Energiebündel. Zwar ist eine Energiemenge dieser Größe nicht immer sinnvoll, bei längeren Outdoor-Aktivitäten, wie Wanderungen, Festivals, Reisen, oder beim Camping kann die eine oder andere zusätzliche Amperestunde nicht schaden. Auch zur Laufzeiterhöhung von Tablets, Convertibles und kleinen Laptops ist man mit einer Powerbank dieses Fassungsvermögens bestens vorbereitet.

Bewertung der Ansmann Powerbank
  • Kapazität
  • Qualität
  • Funktionalität
  • Benutzerfreundlichkeit
  • Preis
4.8

Kurzfassung

Ansmann bietet eine besondere Powerbank, die mehr kann, als gewöhnliche Standardprodukte. Gepaart mit hoher Qualität und einem angemessenen Preis, führt das zu einer guten Bewertung.

Ansmann 20.8 kaufen

Ansmann bietet eine breite Palette von Powerbanks mit verschiedenen Kapazitäten, Größen, Formen und Ausstattungen. Davon haben zwei den Vermerk „20.8“ im Namen. In das etwas teure, von uns getestete Modell wurde die nötige Elektronik eingebaut um diese Powerbank Quick Charge 3.0 – fähig zu machen. Die QC 3.0-Fähigkeit gilt jedoch lediglich für die Entladung über den USB-A Port. Anstatt eines zweiten USB-A-Ports wurde dem Gerät außerdem ein USB-C-Port verabreicht, was so manchen Nutzer erfreuen wird, da er sich das zusätzliche Micro-USB Kabel ersparen kann. Die schlechte Nachricht: über USB-C kann die Powerbank nur mit „normaler“ Geschwindigkeit entladen werden. Zudem haben wir selbst beim Alltagstest den zweiten USB-A Output-Port schwerlich vermisst.

Simpel und schön im Design gepaart mit hoher Kapazität.

Simpel und schön im Design gepaart mit hoher Kapazität.

Ansonsten ist das Gerät mit der klassischen 4-LED-Ladestandsanzeige ausgerüstet. Das Gehäuse wirkt sehr stabil und macht alle Strapazen des täglichen Gebrauchs mit. Zwar werden relativ schnell oberflächliche Abschürfungen sichtbar, da es sich aus unserer Sicht bei einer Powerbank dieser Größe ohnehin nicht um ein Schmuckstück sondern einen Gebrauchsgegenstand handelt kann man darüber wohl hinwegsehen.

Die Akkukapazität, sowie die Effizienz und die Ladegeschwindigkeit konnten uns auf voller Linie überzeugen. Ein positives Phänomen, das nur bei wenigen Powerbanks in Erscheinung tritt, beispielsweise der Aukey PB-Y14. Außerdem wirkt das Produkt als gesamtes sehr hochwertig. Die Verarbeitung der Buchsen und des Gehäuses sind fast makellos.  Ein kleines Manko ist die schnelle Sichtbarkeit von Kratzern. Das wohl größte Plus bildet die QC 3.0 Funktion, welche eine schnelle Ladung von Endgeräten ermöglicht.

Technische Daten der Ansmann Powerbank

Herstellerangaben:
Spannung Input 5 V
Maximalstrom Input 2 A
Output: QC 3.0
Spannung Output 5-6.5 | 6.5-9 | 9-12 V
Maximalstrom Output 3 | 2 | 1,5 A
Max. Leistung 13,5
Output: USB Typ C
Spannung Output 5 V
Maximalstrom Output 3 A
Max. Leistung 15 W
Ladung 20000 mAh
Kapazität 74 Wh
Abmessungen 163 x 83 x 22 mm
Gewicht 431 g
Eingänge 1
Ausgänge 1
Sonstiges Quick Charge 3.0
Lithium-Polymer

Der Hersteller gibt für die Powerbank 20.8 Type C – QC 3.0 eine Ladung von 20.000 mAh an. Mit einer Zellspannung von 3,7 V ergibt das die angegebene Kapazität von 74 Wh.

Die Input-Parameter am Micro-USB-Port werden mit 5V und 2A angegeben, was einer Maximalleistung von 10W entspricht.

Der USB-C-Port funktioniert bidirektional, also in beide „Richtungen“. Die Powerbank kann dort geladen und auch entladen werden. Die Entladeleistung beträgt maximal 15 W bei 3 Ampere.

Das besondere Extra der Powerbank ist die Quick Charge 3.0 – Fähigkeit. Bei Verwendung eines 4-Poligen USB-Kabels und einem entsprechenden QC 3.0 – fähigen Endgerät kann über den USB-A-Output eine Leistung von bis zu 18 W erreicht werden. Damit können zum Beispiel Smartphones in einem Bruchteil der „normalen“ Ladedauer aufgeladen werden. Diese Funktion stellt einen deutlichen Mehrwert gegenüber einem Standard-Powerpack wie der Trust Urban Primo dar.

Die Abmessungen des Energiespeichers betragen 163 x 83 x 22 mm, was der Standardgröße in dieser Kapazitätsklasse entspricht. Natürlich hat das Gerät die nötigen Sicherheitsfunktionen wie Überlade-, Tiefentlade- und Kurzschlussschutz an Bord, welche Ansmann unter dem Namen „Multi-Safe-Technology“ zusammenfasst. Da wir schon bei „an Bord“ sind: Diese Powerbank ist „ready for flight“ und erfüllt somit die Sicherheitsbestimmungen für die Mitnahme im Flugzeug.

Ansmann Powerbank Details

Messwerte

Um festzustellen was wir von diesem Energiepaket erwarten dürfen, wurde es von uns auf dem Prüfstanduntersucht. Dort wird die Leistung bei der Ladung und Entladung kontinuierlich aufgezeichnet. Durch integrieren der Leistungswerte kann auf die tatsächliche Kapazität geschlossen werden. Da dieses Prüfverfahren von uns eigenhändig entworfen wurde, können wir für die Genauigkeit der absoluten Werte nicht garantieren. Es muss betont werden, dass das Ziel der Messungen darin besteht, die von uns getesteten Geräte zu vergleichen und diese Vergleichbarkeit der Ergebnisse ist jedenfalls gegeben.

Nachstehend sind die Messergebnisse für die Interessierten unter euch grafisch dargestellt und die wichtigsten Ergebnisse haben’s sogar in eine Tabelle geschafft.

Ansmann Messergebnisse des Ladevorgangs

Ansmann Messergebnisse des Ladevorgangs

Ergebnisse der Entladung im Powerbank Test

Ergebnisse der Entladung im Powerbank Test

Ergebnisse:
Entladung (3,33 Ohm):
Entladedauer 10,8 h
Entladespannung 4,98-4,95 V
Entladestrom 1414,5-1400 mA
Entladeleistung 7,04-6,95 W
Gemessene Kapazität 74,78 Wh
Ladung (0 – 100 %):
Ladedauer 13,88 h
Ladespannung 4,71 – 4,97 V
Ladestrom 1516 – 571 mA
Ladeleistung 7,15 – 2,83 W
Ladeenergie 96,55 Wh
Kennwerte:
Kapazität 101,06%
Effizienz: 77,46%

 

Auswertung der Ansmann Powerbank

Die Ansmann „Powerbank 20.8 Type C – QC3.0“ hat eine gemessene Kapazität von 74,78 Wh dies entspricht 101 % der Angabe des Herstellers. Laut unserer Messung hält das Gerät also was der Hersteller verspricht. Wie aus den Diagrammen oben ersichtlich ist, fällt die Spannung während der Entladung nur minimal ab. Ebenso sinkt auch die Leistung von ca. 7 W nur um 90 mW über die gesamte Entladedauer.

Bei einer Powerbank ist jedoch auch vor allem die Ladedauer interessant. Diese Beträgt mit dem von uns verwendeten Ladeequipment 13,88 h. Die Ladung erfolgt bis zur letzten Stunde relativ konstant mit 7 W. Danach sinkt die Ladeleistung langsam auf 6,6 W und bricht in der letzten halben Stunde der Ladung (ab einem ladestand von 97,5 %) stark ein. Generell sollte man sich bei der Verwendung derart großer Powerbanks der langen Ladedauer bewusst sein. Schneller geht’s halt nicht mit dem Standard-Ladeverfahren. Geringfügige Schwankungen der Ladedauer können natürlich bei Verwendung anderer Ladegeräte auftreten.

Ein weiterer Faktor, der unserer Meinung nach nicht vernachlässigt werden soll ist die Effizienz der Powerbank. Also „wie viel bekomme ich wieder zurück, von dem was ich reinstecke?“ – Das Verhältnis von aufgewendeter Energie zu entnommener Energie beträgt 77,46 %. Man bekommt also nur gut 3/4 wieder zurück. Der Rest hat sich in heißer Luft aufgelöst. Wenn ihr also die Wahl habt entweder ein Endgerät direkt, oder die Powerbank zu laden, empfehlen wir dem Smartphone. Die Performance der Powerbank ist damit absolut zufriedenstellend.

Benutzerfreundlichkeit, Optik & Ästhetik

Die abgerundeten Formen der Ansmann 20.8 Type C lassen die Powerbank sehr weich aussehen. Bis auf die Beschriftungen ist die Powerbank komplett in mattem schwarz gehalten. Der einzige Farb-Touch wird dem Gerät von den 4 kleinen, blauen LEDs der Ladestandsanzeige verliehen.

Die Ansmann Powerbank im Einsatz

Die Ansmann Powerbank im Einsatz

Die matte Oberfläche hat den Nachteil, dass auch leichte Kratzer sehr schnell sichtbar werden. Wem es nach einer makellosen Optik seiner Powerbank verlangt, sollte sich entweder ein Täschchen zulegen, oder zu einem anderen Modell greifen.

Die Robustheit des Kunststoffgehäuses lässt jedoch nichts zu wünschen übrig. Selbst bei starker Druckbelastung lässt sich die Oberfläche kaum biegen. Zumal das Gehäuse von der Firma selbst hergestellt wird, scheint Ansmann großen Wert auf die Qualität, sowie die Qualitätssicherung zu legen. Das Gehäuse bietet also optimalen Schutz für die innenliegenden Akku-Zellen.

Und damit kommen wir zum größten Minus-Punkt dieses Akkupacks: die Anschlüsse.
Bereits nach wenigen Stunden der Nutzung dieser Powerbank wurde uns klar. Ein einzelner USB-A Anschluss ist zu wenig. Es kommt viel zu oft vor, dass man mehr als ein Gerät zur selben Zeit laden will. Da das Konzept dieser Powerbank ansonsten wirklich keine Wünsche offen lässt, gehen wir davon aus, dass der zweite USB-A Anschluss entweder aus technischen Gründen (zu hohe Entladeleistung) oder aufgrund Platzmangels verschwinden musste.

Der Hersteller bietet aber für jene, die auf Quick Charge 3.0 verzichten können mit der „Powerbank 20.8“ eine Alternative. Vergleicht man genauer, weist das Gehäuse dieses Modells große Ähnlichkeit mit der Trust Urban Primo auf. Wir haben die „Powerbank 20.8“von Ansmann zwar nicht getestet, aber der bisherige Eindruck über die Firma spricht für sich.

Zurück zum getesteten Gerät. Die Bedienung ist denkbar einfach: Anstecken und schon geht’s los. Möchte man den Akkustand im Standby kontrollieren reicht ein Druck aufs Knöpfchen und schon leuchtet die entsprechende Anzahl an LEDs auf.

Ansmann 20.8 auf Amazon

Zubehör

Das Zubehör beschränkt sich auf ein USB-A zu Micro-USB Ladekabel und eine kleine Bedienungsanleitung. Zu erwähnen ist jedoch, dass dieses Ladekabel 4-Polig ist. Also zusätzlich zu den beiden Leitern für den Strom ebenfalls zwei Datenleitungen vorhanden sind. Die Datenleitungen sind ohnehin nötig um QC 3.0 nutzen zu können. Es ist jedoch nicht selbstverständlich, dass jeder Powerbank ein 4-Poliges Kabel beiliegt.

Ganz nebenbei erwähnt bietet Ansmann für seine Produkte eine Herstellergarantie von 3 Jahren.

Über das Unternehmen Ansmann

Die Ansmann AG mit Hauptsitz in Deutschland ist 1991 aus einer Ein-Mann-Firma entsprungen. Seit dem ist das Unternehmen ständig gewachsen und kann sich bis heute im internationalen Kontext beweisen. Mittlerweile kann sich die Gesellschaft als Weltmarktführer im Bereich der Elektroindustrie bezeichnen und hat nicht nur Standorte in Europa, sondern auch in China, Hong Kong und den USA. Das Kerngebiet der Firma liegt im Bereich der Akku-, Lade- und Lichttechnik, sowie Netzgeräten und technischem Zubehör.

Die Firma hat einen äußerst seriösen Webauftritt. Laut eigenen Angaben werden die, in Deutschland entwickelten Produkte teilweise in Deutschland aber auch in Fernost produziert. Sogar die verwendeten Gehäuse werden selbst hergestellt. Dadurch können optimaler Schutz und Stabilität für das Innenleben gewährleistet werden. Die Qualitätssicherung stellt einen wichtigen Bestandteil der Produktionskette von Ansmann dar. Das Gehäuse und die Elektronik werden z.B. Erschütterungs-, Hitze-, Kurzschluss-, und Falltests unterzogen um Sicherheit und Verlässlichkeit zu Garantieren. Es werden, so wird in einem Video gesagt, nur schadstofffreie, geprüfte und hochwertige Materialien verwendet um den hohen Qualitätsansprüchen gerecht zu werden.

Das Kundenservice ist nicht nur per E-Mail, sondern auch via WhatsApp, Facebook und Telefon erreichbar. Ein erheblicher Vorteil für uns deutschsprachigen Kunden ist, dass das Kundenservice ebenfalls der deutschen Sprache mächtig ist. Dadurch erspart man sich lästigen E-Mail-Verkehr in gebrochenem Englisch, bei dem ohnehin oft mehr Missverständnisse entstehen, als geklärt werden.

 

4 Comments

  1. Torsten Böttger 3. November 2018 Reply
    • Marko Nenovic 3. November 2018 Reply
  2. Daddy Daddy Cool 15. Dezember 2018 Reply
  3. Lokalmatador 16. Februar 2019 Reply

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