Powerbank im Flugzeug mitnehmen: was erlaubt ist

Powerbanks sind seit Jahren nicht mehr von den Reiseutensilien wegzudenken. Die praktischen kleinen Stromversorger lassen das Smartphone auf einer Reise immer hell strahlen. Auch das Tablet wird lange mit Energie versorgt, damit man länger Filme sehen kann. Und damit auch die schönsten Urlaubsfotos stets möglich sind, bleiben noch ein paar mAh für die Kamera übrig. Doch sobald die Reise mit dem Flugzeug stattfindet, gibt es einige Einschränkungen. Wir zeigen, was man bei einer Powerbank im Flugzeug beachten muss, was erlaubt und was strafbar ist.

Powerbank im Handgepäck

Obwohl im gewöhnlichen Gepäck, das in Stauraum des Flugzeugs eingecheckt wird, üblicherweise weniger Regulierungen gelten, als im Handgepäck, ist das bei Powerbanks und Akkus genau umgekehrt. Es ist zu gefährlich, Akkupacks und ähnliches im Gepäck zu befördern, da es bei zu hohem Druck zu Selbstentzündungen und Explosionen kommen kann. Das wiederum stellt eine Brandgefahr für das Flugzeug dar. So weit die offizielle Begründung. Bindende Anweisungen gibt es dafür jedoch nicht, was ein spannendes Paradoxon darstellt. Um Probleme zu vermeiden empfehlen wird trotzdem, Powerbanks grundsätzlich im Handgepäck zu führen.

Folgende Angaben stellen gängige Richtwerte dar, die bei vielen Fluglinien als bindende Vorgaben gehandhabt werden:

Maximale Anzahl an Powerbanks im Handgepäck 2 bis 5, je nach Fluglinie
Höchstleistung dieser Akkupacks 20.000 mAh / 100 Wh
Getrennt verpackt Ja, bei manchen Fluglinien
Abkleben aller Anschlüsse Ja, bei manchen Fluglinien
Besonders leistungsfähige Stromaggregate Nein, niemals erlaubt
Bei zuwiderhandeln Im besten Fall Hinweis oder Beschlagnahmung des Akkupacks, im schlechtesten Fall Strafzahlung und Flugverspätung

Powerbanks im Aufgabegepäck

Bereits geklärt wurde die grundsätzliche Untersagung von Akkus oder Powerbanks im Aufgabegepäck. Sollte es trotzdem versucht werden und beim Durchleuchten auffallen, ist im schlimmsten Fall mit einer Beschlagnahmung der Powerbank zu rechnen. Im Idealfall genügt eine Verwarnung und sofern noch Angehörige am Flughafenschalter sind, hat man die Möglichkeit, das Akkupack jemandem mitzugeben. Hier haben wir jedoch schon beide Erfahrungen gemacht. Es obliegt also der guten Laune des Flughafenbediensteten.

Akkupacks während des Flugs

Sofern eine Powerbank alle Kontrollen bestanden hat und sie den vorgegebenen Regeln entspricht, darf sie im Flugzeug auch verwendet werden. Jedoch nicht während des Starts oder bei der Landung des Flugzeugs. Um Problemen vorzubeugen, ist es wichtig, dass die Leistung des Akkupacks darauf erkenntlich ist. Obwohl das bei europäischen Produkten ohnehin Pflicht ist, kann es sein, dass Powerbanks vom asiatischen Markt weniger Angaben besitzen. Alternativ kann es auch sein, dass besonders aus Asien stammende Akkupacks lediglich in der entsprechenden Landessprache beschriftet und somit für die meisten Europäer unleserlich sind. Im Zweifelsfall könnte das zu Problemen führen, auch wenn das eher die Ausnahme darstellt.

Eine Ansmann Powerbank mit 20.000 mAh wäre gerade noch zulässig

Eine Ansmann Powerbank mit 20.000 mAh wäre gerade noch zulässig

Obwohl die gängigste Weisung bei Powerbanks eine Maximalleistung von 20.000 mAh und 100 Wh vorgibt, gibt es manche Fluglinien, die bis zu 30.000mAh und 180 Wh erlauben. Ein namhaftes Beispiel dafür ist die Lufthansa sowie fast alle ihrer Tochtergesellschaften. Die Nutzung davon gilt jedoch nur für den persönlichen Gebrauch. Die offensichtliche Vergabe und ein schierer Verleih an fremde Personen wird vom Bordpersonal in der Regel untersagt. Dabei geht es vermutlich darum, den Überblick zu behalten sowie etwaige Risiken zu minimieren.

Vor dem Flug Batterien anmelden

Sollte man in größeren Mengen Ersatzbatterien, Akkupacks oder Powerbanks befördern wollen, ist es unumgänglich diese anzumelden. Dabei ist es oft erforderlich, mit mehreren Fluggesellschaften zu telefonieren. Denn DHL weigert sich beispielsweise, Akkupacks jeglicher Art per Flugzeug zu transportieren. Laut Kundenservice handelt es sich dabei um eine Vorsichtsmaßnahme, die auch auf manche anderen Gesellschaften zutrifft.

Allgemein raten wir dringend davon ab, illegale Versuche Powerbanks im Flugzeug mitzuführen heraufzubeschwören. Der Nutzen ist gering, zumal es zulässige Geräte gibt und diese für den privaten Gebrauch im Urlaub ausreichend sein sollten. Die Strafen bei zuwiderhandeln können hoch ausfallen und im auch dafür sorgen, dass man selbst seinen Flug verpasst. Alternativ ist es auch möglich, dass die Maschine wegen einer Person stundenlange warten muss. In diesem Fall könnt ihr nur hoffen, dass die anderen Fluggäste das nicht herausfinden 😉

Übrigens, die besten Powerbanks haben wir hier für Euch zusammengefasst. Neben dem Vergleich dieser Akkupacks bieten wir auch viele ausführliche Testberichte.

Beste Powerbanks

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