Akku richtig laden: alle Fakten zu Li-Ion-Akkus

Das Smartphone vollständig laden oder doch lieber nur bis zur 80% Marke? Ist es für den Akku besser, wenn das Tablet über Nacht ausgeschaltet wird oder sogar kontraproduktiv? Während dem Ladevorgang darf man nicht spielen? Solche und viele weitere Fragen werden oft heiß diskutiert. Selbst intensive Recherchen bringen oft wi­der­sprüch­liche Aussagen. Unsere Experten haben daher alle Fakten zu Akkus und korrekten Ladevorgängen zusammengefasst.

Li-Ion-Akkus weiterhin auf Vormarsch

Unterschiedliche Akku-Technologien können auch unterschiedliche Eigenschaften besitzen. Doch obwohl es eine Vielzahl an Akku-Technologien gibt und im wissenschaftlichen Bereich fast täglich neue Ideen entstehen, sind Lithium-Ionen-Akkus weiterhin die am meisten verwendete Form für Mobilgeräte. Egal ob Smartphones, Tablets, Kameras oder andere tragbare Elektrogeräte, sie alle setzen auf Li-Ion-Akkus. Doch was ist nun der beste Umgang mit solchen Akkus? Wir haben alle wichtigen Punkte getestet.

Akku richtig laden

Es ist nicht ratsam, Akkus laufend vollständig zu entladen und dann wieder vollständig zu laden. Viel besser ist es, wenn der Ladestand der Lithium-Ionen-Akkus im Bereich von 20% bis 80% gehalten wird. Sollte der Akku bereits einen Ladestand über den besagten 80% besitzen, sollte er auch nicht geladen werden. Der Akku wird ohnehin wieder verbraucht und darauf gilt es zu warten, bevor er nachgeladen wird. Wenn der Ladestand unter die besagten 20% fällt, ist der Akku wiederum zu laden. Jedoch nicht für kurze Zeit oder immer wieder ein bisschen. Einmal ordentlich bis zu den bereits genannten 80% und damit ist wieder ein “gesunder” Ladezyklus erledigt. Dauerhaftes Laden ist demnach ebenso ungünstig. Des Weiteren ist es empfehlenswert, Ladegeräte nach dem erfolgreichen Ladevorgang vom Stromnetz zu trennen. Obwohl fast alle Netzteile geschützt sind, können sie trotzdem für minimalen Stromverbraucht sorgen, auch wenn kein Gerät damit geladen wird. Dadurch können sie warm laufen und früher kaputt gehen. Ob der Strom von der Steckdose oder von einer Powerbank kommt, ist irrelevant. Die einzige Bedingung ist, dass es sich um ein hochwertiges Akkupack handeln muss, da es bei Billiggeräten zu ungleichmäßiger Entladung kommen kann.

Zum Ausfall des Akkus sollte es gar nicht kommen.

Zum Ausfall des Akkus sollte es gar nicht kommen.

Dass Akkus sehr hohe oder niedrige Temperaturen nicht mögen, ist allseits bekannt. Noch wichtiger, als sie vor zu hohen Temperaturen ab 40° und zu niedrigen Temperaturen unter 8° Celsius zu schützen ist jedoch, sie bei solchen Bedingungen keinesfalls zu laden. In diesem Zustand kann die Energie entweder kaum oder in einem völlig unregelmäßigen und ungeschützten Ausmaß aufgenommen werden. Das kann sich nachhaltig schlecht auf die Akkuleistung auswirken.

Möchte man ein Smartphone, ein Tablet oder eine Kamera in einem Schrank lagern, bis man das alte Gerät auf einem Gebrauchtwarenportal verkauft hat, ist es ratsam, den Akku zu entfernen. Der Akku behält dabei seine Lebensdauer bestmöglich, wenn er bei rund 40% bis 60% Ladestand entfernt, gekühlt und trocken bei Raumtemperatur gelagert wird.

Gelegentlich sollte der Akku entgegen den vorhin genannten Empfehlungen vollständig entladen und ebenso vollständig aufgeladen werden. Das ist wichtig für die Kalibrierung diverser Elektronikteile in vielen Mobilgeräten. Mit der Akkuleistung selbst hat dieser Punkt jedoch nichts zu tun. Es genügt, wenn das mehrmals im Jahr, beispielsweise einmal pro Quartal gemacht wird.

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