Ladekapazität von Powerbanks oft nur bei 50-70%

Immer mehr Berichte zu Powerbanks lassen die Hersteller in keinem guten Licht dastehen. Aktuelle Beiträge recherchefreudiger Blogger zeigen, dass manche Powerbanks nicht ansatzweise an die gewünschte Ladekapazität herankommen.

Nur 50 bis 70% der angegebenen Werte

Wenn eine Powerbank mit 20.000mAh beworben wird, erwarten sich Käufer und Benutzer auch diese Kapazität. Dass es gesetzliche Grenzwerte gibt, die nicht unterschritten werden dürfen, gilt hier genauso wie bei Motorleistung, Festplattenspeicher oder anderen Bereichen. Üblicherweise ist hier von 10% Toleranzabweichung die Rede. Im Fall von 50 bis 70% ist die Entfernung zu besagten 10% jedoch enorm. Was bleibt sind unzufriedene Käufer und enttäuschte Gesichter. Das beruht vor allem auf der Annahme, dass ein Akkupack der Retter in der Not sein soll. Sei es auf einem Festival, wo kaum Stromquellen verfügbar sind, während einer längeren Reise oder einer Autofahrt. Fällt dann das Smartphone oder das Tablet aufgrund falscher Angaben bei der Powerbank aus, gibt es wenig Grund zur Freude.

Immer wieder führen wie Powerbank-Tests durch. Auch bei diesen fällt regelmäßig auf, dass die Ladekapazitäten deutlich geringer sind, als von den Herstellern angegeben wird. Positive Beispiele, die beweisen, dass man angegebene Werte auch halten kann sind unter anderem die Marken Ansmann oder Aukey.

Powerbank Ladekapazität überprüfen

Sollte man die Kapazität des persönlichen Akkupacks überprüfen wollen, gibt es dafür eine einfache Methode. Diese misst die Kapazität zwar nur grob, jedoch ist das ein guter Richtwert. Dieser Richtwert gibt an, ob die Powerbank im Bereich der angegebenen Werte agiert oder ob inkorrekte Spezifikationen vorliegen. Dazu muss man lediglich die Akkukapazität eines gewünschten Geräts ausfindig machen, das man als Testgerät heranziehen möchte. Sollte ein Smartphone-Akku beispielsweise 4.000mAh besitzen, gilt es davon 10% abzuziehen. Die verbleibenden 3.600mAh können als Richtwert herangezogen werden. Nun muss man das Smartphone mehrfach mit derselben Powerbank laden und schlichtweg mitzählen, wie oft dieses vollständig geladen wird. Für den Fall, dass die letzte Ladung nicht mehr für 100% Akkuleistung sorgt, kann ein Bruchwert gerundet auf 25% gewertet werden. Durch die anschließende Multiplikation der gezählten Ladevorgänge, beispielsweise 4 * 3.600mAh erhält man einen guten Richtwert, der aufzeigt, wie gut das Akkupack funktioniert.

Verschleißte und oft verwendete Akkupacks sind in der Regel nicht mehr so verlässlich wie neue Produkte. Das gilt jedoch sowohl für Akkupacks, als auch verbaute Akkus wie in Smartphones, Tablets, Smartwatches oder Fitness-Armbänder. Diese Aussage relativiert jedoch nicht die Tatsache, dass selbst fabrikneue Akkupacks bereits deutlich schwächer sind, als ihre Spezifikationen angeben. Das liegt zum Teil an unterschiedlichen Spannungen, die zwischen Powerbanks und zu ladenden Geräten wie Smartphones, Tablets oder Kameras vorliegen. Ein Ausweg aus diesem Dilemma ist meist nur bei hochwertigen Marken in Sicht. Akkutechnologien, an denen aktuell geforscht wird, könnten dieses Problem teilweise beheben. Des weiteren ist davon auszugehen, dass die Kapazitäten von Akkus und Powerbanks künftig stark ansteigen.

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